Gezwungener Hass

Wie wir uns zwingen, unser Leben zu hassen

Weg zum Fluss IIIm Grunde (und das hat schon mein Psychologielehrer immer gesagt) beginnt es in der Schule. Nein, das hier wird kein Angriff auf unser Bildungssystem. Aber trotzdem zeichnet sich Schule in gewisser Hinsicht durch einen Mangel an Wahlmöglichkeiten aus. Über den Sinn, die Notwendigkeit oder Unsinn dahinter, möchte ich hier nicht streiten. Aber trotzdem sorgt dieser Mangel dafür, dass man mit der Zeit so ziemlich fast alles zu hassen beginnt, was mit Schule zu tun hat. Allem voran natürlich Unterricht und Hausaufgaben.
Inzwischen habe ich ein Studium begonnen. Ein selbstgewähltes Fach. Nur noch Dinge, mit denen ich mich gerne beschäftige. Darauf habe ich mich gefreut, als ich von der Schule ging. Als ich nun vorgestern aber über meinem ersten Übungsblatt saß, bemerkte ich, dass in meinem Kopf ein seltsamer Streit stattfand. Ein Teil meines Unterbewusstseins, versuchte mich permanent daran zu erinnern, dass das, was ich tue (Übungsaufgaben) unangenehm für mich ist, weil es sich dabei nicht um eines meiner Hobbys handelt und weil es etwas ist, zu dem ich seit der Aufnahme meines Studiums in gewisser Weise verpflichtet bin. Doch wenn ich aktiv darüber nachdachte, fand ich das Übungsblatt eigentlich ganz in Ordnung. Es war einen Tätigkeit, die mir durchaus Spaß machte, solange sie nicht der einzige Bestandteil meines Lebens war.
Seitdem frage ich mich andauernd, wie oft ich mich selbst unbewusst dazu zwinge, meine Tätigkeiten, meine Tage oder auch mein ganzes Leben zu hassen ohne, dass es dafür tatsächlich einen Grund gibt.

10 faszinierende Lieder…

… die sehr klare Worte verwenden:
(Ich habe keine Rechte an der Musik oder sonstigem Inhalt der verlinkten Seiten)

DSC035531. Indica – Outside In
“We empathize with misery – Cause we feel great [...]”

2. Delain – We Are The Others
“We’re the outsiders – But you can’t hide us [...]”

3. King 810 – Write About Us(klick for lyrics)
“If you ever make it out – Write down what you’ve seen [...]”

4. Michael Jackson – They Don’t Care About Us
“All I want to say is that – They don’t really care about us”

5. Blackmore’s Night – Streets Of London
“I’ll show you something – That will make you change your mind [...]”

Flussfahrt6. Epica – This Is The Time
“So what’s the world to be? – Just a luxury? [...]”

7. Disturbed – Another Way To Die
“The time bomb is ticking – And no one is listening [...]”

8. Farin Urlaub Racing Team – Insel
“Eine Insel – Mitten im Meer [...]”

9. Samy Deluxe – Weck Mich Auf
“Umgeben von Schildern, die uns sagen – Betreten verboten [...]”

10. Culcha Candela – Schöne Neue Welt
“Wir feiern – Bis alles zerfällt [...]”

Danke, an meine zwei Helfer im Hintergrund ;)

 

Das Wesen des Unklaren

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Ohne Titel (1895)

Durch dieses Land streifte er
Wie ein Geist von Tür zu Tür;
Seine Hände umklammerten eine Laute
Und ließen süß sie klingen;

In seinen verträumten Melodien
Konntest du wie einen Sonnenstrahl
Die Wahrheit selber spüren
Und auch himmlische Liebe.

Die Stimme ließ manches Herz schlagen,
Das zu Stein geworden war;
Sie erleuchtete manchen Geist
In entlegenster Dunkelheit.

Doch statt Verherrlichung,
Wo immer die Harfe gespielt wurde,
Bot der Pöbel dem Geächteten
Ein mit Gift gefülltes Gefäß…

Und sprach zu ihm: >>Trink, o Verfluchter,
Dies ist deine Bestimmung!
Wir wollen deine Wahrheit nicht,
Noch deine himmlischen Melodien!<<

Quelle: Niemals eine Atempause – Handbuch der politischen Poesie im 20. Jahrhundert; von Joachim Sartorius; Autor des Gedichts: Josef Stalin (1878-1953).

Sonne, Sand und Dreck

Vorspann

Zunächst: Ich hatte einen wirklich, wirklich schönen Urlaub in einer wirklich, wirklich schönen Gegend. Aber solche Urlaube könnt ihr selber machen. Es geht ja darum zu erzählen, was man vielleicht ändern könnte an/in schönen Urlauben.
Das hier hab ich nach meinem Urlaub geschrieben:
(Die Version ist ein Entwurf und gekürzt)

Wer nicht sucht wird finden

(Ausschnitt aus: “Die Stadt am Silbernen See” von KsE)

Reste einer heilen Welt

Reste einer heilen Welt

[...] An diesem Strand hatten die Menschen den Sand gestohlen, weil sie ihn so schön fanden und nun war beinahe nichts mehr davon übrig geblieben. Die letzten Reste davon darf nun niemand mehr betreten. Und irgendwo auf Fenstersimsen stehen nun kleine Strände, die sich irgendwann auflösen, weil sich irgendwer an etwas sattgesehen haben wird, das er anderen vorenthalten hat. [...]

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