Selbstmord – Aus ethischen Gründen verboten?

Am Ende meiner Schulzeit, in der Jahrgangsstufe 1 des Gymnasiums habe ich im Rahmen des Seminarkurses eine längere schriftliche Hausarbeit angefertigt zum Thema:

Zwischen dem Recht auf Selbstbestimmung und der Verantwortung für andere

Selbstmord in unserer Gesellschaft –
Aus ethischen Gründen verboten?

Eistränen

Hintergrund waren unter anderem private Kontakte zu Menschen, die sich für sich selbst längerfristig und ernsthaft mit diesem Thema auseinandersetzten und die ich teilweise nur in verschiedenen Internetforen getroffen hatte. Mit einer von ihnen habe ich bis heute gelegentlich Kontakt.
Die Hausarbeit schrieben wir in einer Dreiergruppe, wobei in der hier veröffentlichten Version die Texte meiner beiden Kolleginnen gelöscht sind, was für den Verständnis meines Teils jedoch keinen Nachteil bringt. Ich habe mir die Freiheit genommen die Überschriften der anderen beiden Themen, sowie deren Inhaltsangaben und Literaturverzeichnisse im Dokument zu belassen, sollte sich der ein oder andere Leser selbst dazu informieren wollen.
Behandelt wurden folgende Teilgebiete des Themas:

I) Wenn Kinder nicht mehr leben wollen -
Darf ein Jugendlicher sich umbringen, obwohl er damit den Menschen in seinem Umfeld Schaden zufügt?

 

II) Kann es eine berühmte Persönlichkeit vor der Gesellschaft verantworten, sich selbst umzubringen?

III) Kann es ein Christ in ethischer Hinsicht verantworten, sein Leben selbst zu beenden?

Seminararbeit: Selbstmord – Aus ethischen Gründen verboten?

Wieder daheim

DSC04229Zurück vom Zwischenseminar, auf dem das vergangene halbe und das kommende halbe Jahr besprochen wurden. Viele alte und neue Freunde (wieder) getroffen. Viel schockierendes gehört, neue Motivation gesucht, von anderen gelernt. In stillen zwei Stunden endlich mal wieder in Ruhe Texte geschrieben. Mit einem Kumpel über meine Musik gesprochen, was schön, hart, er- und entmutigend zugleich war. Neue Wege für die kommende Zeit im Projekt suchen, das mich noch immer leicht überfordert.
Und das alles in einer Woche.
Die kommende Zeit wird eine voller Spannung sein.

Mein letztes Seminar

Was waren die Programmpunkte auf dem letzten Seminar…

  • Integration – Man kommt als Uneingeweihter in einen Raum, in dem sich eine Gruppe Menschen über unverständliches Zeug unterhält. Man hat keine Verhaltensregeln auferlegt bekommen. In meiner Gruppe haben wir alle aus unterschiedlichen Gründen folgendes getan: Uns danebengesetzt und gewartet…
  • Wie schreibe ich einen Blog – Ohne den Eindruck zu erwecken, dass ich auf die Menschen in meinem Projekt von oben herabschaue. Wie auch schon bei dem Infoflyer, den wir erstellen mussten, gibt es unendlich viel, worauf man achten muss, um keine falschen Assoziationen zu wecken. Beispiel: In Europa würden wir eine Gruppe Menschen wie die Franzosen z.B. niemals mit dem Wort “Stamm” bezeichnen…
  • Stereotypen, Klischees, Rassismen – In ungenauer Kurzfassung sind Klischees ausgesprochene und öffentlich vertretene Stereotypen. Und wie schnell wir Rassistisch sind: Menschen aufgrund ihrer biologischen Voraussetzungen geistig-seelische Eigenschaften zusprechen, sieht man am Beispiel der allseits bekannten Blodinenwitze… die nach dieser Definition rassistisch sind…
Im Spiegel

Im Spiegel

Seminar II: Nach dem Hunger

In welcher Hektik diese Welt lebt und wie viel wir eigentlich jeden Tag erleben und erledigen, das wird einem eigentlich erst richtig bewusst, wenn man mal irgendetwas wichtiges aufarbeiten will… man will wirklich, wochenlang. Aber niemals findet man die nötig Ruhe dafür. Genau das ist es, was mir gerade passiert (ist) und was mir sehr zu denken gibt. Tatsächlich habe ich es jetzt, heute Abend endlich geschafft: Ich habe die Gedanken, die mir nach dem erwähnten Film “Hunger” kamen, nochmal durchdacht und aufgearbeitet.

Was die Wahrheit ist…

Weitblick (Foto v. K)Was wir nicht sehen, das gibt es nicht.
Wir richten die Welt und den Menschen zugrunde… und alle wissen es.
Es gibt so unendlich viele Zahlen, so viele Beispiele. Menschen, die kein Wasser haben, weil die Europäer dafür billige Rosen haben, die sie der Geliebten schenken können mit den Worten “Ich werde immer für dich sorgen”.
Menschen, die kein Wasser haben.
Aber warum davon erzählen? Alle wissen es!
Die Zahlen stehen schon seit Ewigkeiten überall im Internet, es gibt Filme, überall, wenn man nur kurz danach sucht. Der Satz kommt bekannt vor:
Wer nicht verdrängen will, kann wissen. Mehr…

Seminar II: Denkanstöße

  • Absolute Armut gibt es nicht, Armut ist immer abhängig von der Gesellschaft, der Einstellung der Gesellschaft, dem Reichtum der Gesellschaft und der Sehnsucht der betroffenen Person
  • Es gibt einen wichtigen Unterschied zwischen: Toleranz und Akzeptanz, Wertschätzung und Respekt
  • Eine Erfahrung die man mal gemacht haben sollte: Einen Mittag lang mit einem Euro und ohne Handy und Essen durch eine größere Stadt laufen.
    Interessanteste Plätze: Unter Brücken, am Bahnhof und im Rotlichtviertel
  • Sind wir für Gerechtigkeit: Irgendwie ja schon… Aber was ist das eigentlich?
    Würden wir für eine gerechte Welt unseren ganzen Reichtum aufgeben? Was gehört zu Reichtum alles dazu? Wenn wir lieber reich bleiben, macht uns das zu schlechten Menschen?
    Wo könnte man überhaupt noch einkaufen, wollte man nicht aufgrund der Ausbeutung anderer Menschen leben?
  • Filmempfehlung: Hunger (SWR)

Seminar I: Orientierung

RückschauWeitblick (Foto v. K)

Zu dem Zeitpunkt, zu dem ich das hier schreibe, hat das zweite Vorbereitungsseminar ebenfalls schon stattgefunden. Was genau auf diesen beiden Seminaren passiert ist, spielt im großen und ganzen keine Rolle.
Zwar habe ich viele interesseante und eindrückliche Dinge erlebt, aber das meiste davon klingt schrecklich langweilig, wenn man es erzählt und ist einfach nur schrecklich verstörend, wenn man es erlebt.
Die Seminare sind Orte zum nachdenken. Von den, für mich wichtigsten, Gedanken werde ich euch hier erzählen.

Es braucht uns niemand (?)

Mehr…