Woche 1 – Donnerstag

(Do.) Donnerstagabend klingelt es mal wieder in meinem Kopf „Übererlebt”. Dieses Wort hat unsere rumänische, deutschsprechende Betreuerin A.G.  von der Caritas ausversehen für meinen Zustand gefunden und er trifft es ziemlich genau. In meinem Kopf tanzen Bilder: Mehr…

Woche 1 – Mittwoch

(Mi.) Am Mittwoch sind wir im Hospiz, das nebenbei bemerkt einen wunderschönen Garten hat.
Die Schwestern dort scheinen nach allem was wir so mitkriegen, unbedingt einen Freiwilligen zu wollen und haben scheinbar die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass sie doch noch einen bekommen, obwohl dieses Jahr keiner für sie vorgesehen ist.
Da ich am Montag als kleines unwichtiges Detail erfahren habe, dass mein Projekt Carani nächste Woche ohnehin erstmal Urlaub hat (und eigentlich will ich ja sowieso nicht nach Carani), frage ich schon mal testweise an, ob ich denn nicht mal eine Woche schnuppern kommen könnte. Das JA ist trotz der Sprachbarrieren eindeutig zu verstehen. Mehr…

Woche 1 – Dienstag

Unser Kloster klein(Di.) Es ist Dienstag. Ich habe das Gefühl, schon seit mindestens einem Monat hier zu sein, so erschöpft fühle ich mich. Das Adrenalin wirkt momentan allerdings noch ganz gut. Ich werde mit meiner Vorgängerin in das Projekt fahren, in dem ich theoretisch ein Jahr lang arbeiten soll.
Als ich am Telefon erfahren habe, dass ich mein Jahr in ausgerechnet diesem Projekt  verbringen werde, hab ich erstmal einen Weinkrampf bekommen. Mehr…

Rückmeldung???

Appell an die geschätzten Leser:

Das Korrekturlesen des Reistagebuchs, damit ich es hier hochladen kann, erfordert einiges an Zeit und Energie und braucht damit auch einiges an Motivation.
Ich mache mir diesen Aufwand gerne, wenn ich weiß, dass es Menschen gibt, die diese Geschichte mit Interesse lesen, bekomme aber keinerlei Rückmeldung, um die ich hier nun in aller Förmlichkeit bitten möchte. Wenn auch weiterhin keine Rückmeldung kommt werde ich das Tagebuch nicht weiter hochladen, da ich dann davon ausgehe, dass es niemanden interessiert.

P.s.: Ich verkaufe/verschenke eure Mailadressen an niemanden und ich schicke euch auch keine Werbung ^^

Woche 1 – Montag

Ankunft in Rumänien

(Mo.) Mir fällt nur auf, dass wir in Ungarn angekommen sind, weil es mir jemand sagt. Auf der dunklen Raststätte sieht es aus wie auf jeder Autobahnraststätte überall auf der Welt. Es ist dreckig, noch dreckiger, unfreundlich und kalt.
Einziger wesentlicher Unterschied zu deutschen oder österreichischen Parkplätzen ist der „Straßenkünstler“, der wie auf dem Jahrmarkt drei Dosen und eine Erbse hat und die Busgäste anspricht, um sie wetten zu lassen unter welcher Dose die Erbse ist, nachdem er sie vor aller Augen unter eine Dose gelegt und durchgemischt hat. Ich kann mit beim besten Willen nicht vorstellen, dass irgendjemand damit Geld verdienen kann, aber tatsächlich hat der Mann mehrere hundert Euro Scheine in der Hand, soweit sich das im Stockfinstern beurteilen lässt. Am Anfang ist es relativ faszinierend, diesem Irrsinn zuzusehen, doch als der „Straßenkünstler“ die hintere Bustür versperrt, weil irgendwer ihm das Geld nicht geben will, wird mir das ganze doch zu unheimlich riskant und ich sehe zu, dass ich schnell vorne einsteige und an meinen Platz komme. Mehr…

JvtS – 27.07.14 (So.)

Woche 1 (Ende Juli – August)

(So.) Der Kulturschock hat sich schon auf dem Busbahnhof in Stuttgart von hinten angeschlichen, folgt uns in den Bus und überfällt uns, sobald wir drinnen sind. Der Bus kommt aus Paris, Endstation ist Bukarest. Er ist voll besetzt. Fast alle Fahrgäste sind draußen, um sich die Füße zu vertreten. Wir haben alle drei keine Ahnung welche Plätze frei sind. Was an sich kein Problem ist. Das Problem ist viel eher, dass in diesem Bus praktisch niemand Deutsch kann.
Am Ende verständigt man sich mit Zeichensprache, der Busfahrer hilft und meine beiden Mitreisenden bekommen sogar Plätze nebeneinander. Die beiden kennen sich schon ein bisschen aus ihrer Gemeinde, damit bin ich das sprichwörtliche dritte Rad am Wagen und obwohl sich die beiden wirklich Mühe geben, dass ich mich nicht als Außenseiterin fühle, bleibt bei drei Menschen eben doch immer irgendwie einer übrig. Für die Busfahrt setzt sich dieses Gefühl erstmal fest. Allerdings fühle mich neben meinem Nebensitzer auch nicht so unwohl, dass ich das Angebot zum Platztauschen angenommen hätte. Mir ist momentan ohnehin nicht nach Unterhaltung. Dass ist die Busfahrt allein verbringe ist damit allein meine Entscheidung und liegt nicht an meinen Kolleginnen. Mehr…

Ein Jahr voll tränenschwerer Sommer (JvtS)

oder: Mein vollständiges, chaotisches, authentisches, persönliches, absolut ehrliches und manchmal melodramatisches Reisetagebuch

Ein Satz, der unglaublich viel über meine Zukunft verrät…
Ich werde ein Jahr in einem Land verbringen, in dem das ganze Jahr über Sommer ist. Es wird viele Erlebnisse geben, die mich belasten, viele Tränen und am Ende werde ich verändert aus dieser Zeit hervorgehen. Zurückkommen wie ein Phönix aus der Asche.
Nichts davon ist passiert.

Vielleicht wird nichts davon passieren.
Am Sonntag den 27.07.2014 steige ich mit zwei gleichaltrigen Abiturientinnen aus Tübingen in einen Fernbus der Firma Eurolines nach Rumänien. Mehr…