Verständnisschwierigkeiten

Ab heute ist mein erster vertonter Text auf Youtube zu hören. Er wurde geschrieben, nachdem ich einen Poetryslam mit teils sehr schönen und beeindruckenden Texten gehört hatte.
Auf der sprachlichen Ebene sind die “Alltägliche[n] Spiele und mangelnde[n] Verständnisschwierigkeiten” ein Gruß an eine faszinierende Eigenheit der deutschen Sprache. Inhaltlich ist der Text der fiktive Brief eines/r Jugendlichen an seine Eltern. Er erzählt implizit von der Enttäuschung der Eltern über schlechte Leistungen in der Schule. In der erwähnten Szene, endet diese Enttäuschung sogar in einer Ohrfeige. Das Kind indessen fühlt sich missverstanden und allein gelassen mit seinen ‘wirklichen’ Problemen. Infolge davon entsteht der Wunsch, sich von den Eltern abzugrenzen (bzw. von dem spezifischen Elternteil, der hier mit Du angesprochen wird).

Konstruktive Textkritik

Sachinformationen:

Die Tagesstätte für Romakinder in Periam ist ein Projekt der Caritas der Diözese Temeswar und wurde 2008 gegründet.

Das Dorf Periam liegt mit dem Zug tatsächlich fast genau eine Stunde außerhalb von Timisoara. Zu diesem Dorf, das bedeutet, unter der Verwaltung der Bürgermeisteramtes Periam, gehört auch eine Roma-Siedlung, die auch vom Straßennetz her zwar direkt an das Dorf angeschlossen ist, dennoch gibt es eine klare Grenze zwischen dem Dorf und der Siedlung. Die Roma in der Siedlung leben unter schlechten Bedingungen. Die allermeisten Häuser sind mit billigen Materialien mit nur einem Stockwerk errichtet. Viele von ihnen haben nur festgetretene Erde statt einem richtigen Fußboden und die Häuser sind oftmals sehr, sehr klein, verglichen mit der Anzahl Menschen, die darin wohnen. Mehr…

Eine Plastikschildkröte

und ein Lächeln

Diese Geschichte ist wirklich passiert. Da sie vergangen ist, war sie Realität. Sie war Realität, während ich diese Geschichte aufschreibe und sie wird immer noch Realität gewesen sein, wenn du diese Geschichte irgendwann liest.
Doch die Umstände, die diese Geschichte herbeigeführt haben, waren nicht Realität. Sie sind es noch immer. Und werden es hoffentlich nicht mehr sein, wenn du diese Geschichte liest. Ich hoffe, bis du diese Geschichte liest wird sich alles geändert haben, werden wir in einer besseren Welt leben. Aber ich glaube es nicht.
Ich sage bessere Welt. Dabei hat mich diese Geschichte in dem Moment, in dem ich sie erlebte, sehr glücklich gemacht. Nachdenken kann vieles verändern. Mehr…

Eine Lebensgeschichte

DSC03427Die Hälfte meines Auslandsjahres ist inzwischen vorbei und wir bereiten die Präsentation für unser Zwischenseminar vor. Thema: Armut in Rumänien.
Ich hoffe, dass das Ergebnis sich hier posten lässt, wenn es soweit ist.

Was schon existiert ist die Vorstellung einer sozial benachteiligten Person aus meinem Projekt, deren momentane und zukünftige Situation mit einer großen Anzahl von weiteren schwierigen Themen verknüpft ist.
Auf den nächsten Seiten möchte ich sie mit euch teilen. Wer es lieber als PDF hat kann er auch gerne hier herunterladen:

Eine Lebensgeschichte

Reich beschenkt

KatzenkinderHeute Abend, es ist der 19. Dezember, der letzte Freitag und in vielen Projekten der letzte reguläre Arbeitstag vor Weihnachten, haben wir festgestellt, wie viele Geschenke die Kinder in Carani und Bacova in der Zeit um Weihnachten herum eigentlich bekommen. Bis zu 7 Stück pro Kind. In diesem Kontext möchte ich gerne von einer meiner Arbeiten in der letzten Woche berichten.
Carani hilft bei der Organisation und Umsetzung eines weiteren Projektes, das Hilfsgüter, meist in der Form von Lebensmitteln, Kleidern, Schuhen, Windeln und Holz, an Familien mit sehr geringem Einkommen verteilt. Und zwar nicht nur an Weihnachten, sondern das ganze Jahr über. Viele Kinder, die die Tagesstätte Casa Sf. Maria besuchen, kommen aus solchen Familien.
An Weihnachten schreiben diese Familien Dankesbriefe an die Sponsoren des Projektes, die dann über Carani an die Sponsoren weitergeleitet werden. Da die Sponsoren aber in den allermeisten Fällen Deutsche oder Österreicher sind, habe ich in der letzten Woche diese Briefe übersetzt.
Zu lesen wie viele Familien im Alltag kaum zurechtkommen, steht für mich im Widerspruch zu den, im Verhältnis dazu riesigen, Mengen an Geschenken, die die Kinder zu Weihnachten bekommen. Dazu möchte ich sinngemäß meinen Chef zitieren:
Es ist erstaunlich wie viele Menschen an Weihnachten plötzlich anfangen Dinge und Geld zu verschenken, während sich unter dem Jahr niemand fragt, woher das Geld für den laufenden Betrieb und dafür kommt, dass die Projekte nicht schließen müssen.
Auch ein trauriges Klischee befand sich unter den Weihnachtsgeschenken für Carani: Eine Kiste mit Kuscheltieren, die teilweise, dafür aber leider offensichtlich, vor dem Versand nicht mal gewaschen worden waren. So wie unter dem Jahr oft unvollständige Spielzeugspenden anko