Behind the Lyrics II

Hallo 😊
Im vergangenen Monat habe ich meine #Behind_the_Lyrics Serie begonnen, in der ich meine persönliche Interpretation der Liedtexte von Cataract of Dreams „zu Papier“ bringe.
FĂŒr den ersten Teil hatte ich mir vier StĂŒcke ausgesucht, die fĂŒr mich auf verschiedene Arten mit der Entstehungszeit unserer Band verknĂŒpft sind.
Der zweite Teil ist nun ĂŒberschrieben mit EinBlick auf Beziehung. Er konzentriert sich auf vier Lieder, die Freundschaften und Liebesbeziehungen aus unterschiedlichsten Perspektiven behandeln. Den ersten der BeitrĂ€ge gibt es nĂ€chsten Montag.
Die BeitrÀge gibt es wieder unter dem #Behind_the_Lyrics:

http://www.kath-east.de/tag/behind-the-lyrics/

Viel Spaß beim Lesen! 😊

P.s: Veröffentlicht werden die BeitrÀge nacheinander, immer montags um 19:00 Uhr.

(17.01.2018)

Emilys Hoffnung

Hoffnung – gefiedertes Wesen,
das in unserer Seele flattert
Es singt den Klang des Lebens ohne Worte
Niemals endendes Klagelied
Zauberworte gegen die Trauer

Ihre Stimme webt in das Rauschen des Sturms
den Ton eines Windspiels
Ihr sanft schĂŒchternes Klopfen am Fenster
ĂŒberdeckt ihre weltumspannenden FlĂŒgel

Weise den Pfad im Schnee
Sei die BrĂŒcke ĂŒber den Ozean
Niemals hat sie danach gefragt
was wir fĂŒr sie tun werden

(Interpretation von Emily Dickinsons Hope is the thing with Feathers.)

 

A Poem in (two) Colors

 

Dank Orion habe ich vor einiger Zeit meine Leidenschaft fĂŒr das Mandala-Ausmalen wieder entdeckt. Nach dem ersten Gemeinschaftsprojekt dieser Art, der Metamorphosis,  folgt nun das Poem in two Colors.

Ich habe dieses Bild gezielt auch als neues Titelbild fĂŒr die Seite der Texte ausgewĂ€hlt.

 

 

 

 

 

 

Dieses Mandala trÀgt nicht umsonst das Gedicht im Namen. Die Symbolik hÀlt in meinen Augen, was der Titel verspricht.

Wieder einmal möchte ich mich bei Orion dafĂŒr bedanken, dass ich diese Werke mit ihm und euch teilen darf und ein Wenig Werbung fĂŒr seine Deviantart-Seite machen:
https://feuerwicht.deviantart.com/

Das Wesen des Unklaren

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Ohne Titel (1895)

Durch dieses Land streifte er
Wie ein Geist von TĂŒr zu TĂŒr;
Seine HĂ€nde umklammerten eine Laute
Und ließen sĂŒĂŸ sie klingen;

In seinen vertrÀumten Melodien
Konntest du wie einen Sonnenstrahl
Die Wahrheit selber spĂŒren
Und auch himmlische Liebe.

Die Stimme ließ manches Herz schlagen,
Das zu Stein geworden war;
Sie erleuchtete manchen Geist
In entlegenster Dunkelheit.

Doch statt Verherrlichung,
Wo immer die Harfe gespielt wurde,
Bot der Pöbel dem GeÀchteten
Ein mit Gift gefĂŒlltes GefĂ€ĂŸ…

Und sprach zu ihm: >>Trink, o Verfluchter,
Dies ist deine Bestimmung!
Wir wollen deine Wahrheit nicht,
Noch deine himmlischen Melodien!<<

Quelle: Niemals eine Atempause – Handbuch der politischen Poesie im 20. Jahrhundert; von Joachim Sartorius; Autor des Gedichts: Josef Stalin (1878-1953).