Buchblüten – Rosensaiten

Es gibt Orte
an denen Worte
töten,
lieben,
hassen,
heilen,
leben lassen,

Orte an denen
Worte mehr sind
als geschriebene Schrift,
gesprochene Gedanken.

An solchen Orten
wachsen Geschichten
wachsen Bücher
wachsen Gedichte
wie Blüten in der Wüste.

Winde voll Gefühl
tragen blühende Worte davon
ohne ihnen zu schaden
und lassen sie melodisch singen
was nicht gesprochen wird.

Da hört man schwere Tropfen
auf den Boden schlagen
Wo die roten Blätter
noch bluten
Wo die Herzen der Rosen
noch schlagen
Immer Sehnsucht im Sinn
auf ewig unerfüllt.
Aus offenen Herzen
fliegen die Träume,
fliehen zarter Erfüllung zu.
Nur wer träumt bleibt am Leben.

Wispern der hauchzarten Geister.
Tuscheln der Stimmen im Wind.
Nur wer ihnen beim Fallen zusieht,
wer auf die Windstille wartet,
der kann ihre Weisheiten hören.
Ausgeblutet, ausgeträumt
zu Geistern der Liebe
verkommen, erblüht.
Schönheit auf ewig
Sie fliegen nicht weiter
Wer sie sucht
wird bei ihnen
Frieden finden.

Die Sterne
die Sängerinnen
suchen sich gelb
als Warnung.
Wie geschmolzenes Eis.
Ihre Balladen in den Wolken.
Jagen sich spielend,
lachend wie Kinder.
Träumen die Blüten
in Bücher zurück.
Verwuscheln die Seiten
und schreiben sie neu.
Lassen Farben
zu Regenbogen verschwimmen.

Den Bass deines Lebens,
den Schlag deines Herzens
singt die Blaue
mit den meergrünen Augen.
Zieht dich hinunter
um dir Schwärze zu zeigen,
dich in Tränen zu ertränken
und schenkt dir
das Einzig Wahre
das einzig wahre Lächeln;
wenn du ihrer sanften Umarmung
entkommst.

Und so blühen Gedichte,
blühen Bücher,
blühen Geschichten,
klingen die Seiten
wie eine Melodie
Deine Melodie
für uns.