Schreiben – Gedichte und Geschichten

Mit 14 Jahren begann ich, Gedichte und Fantasy Geschichten zu schreiben. Seitdem gehört das Schreiben zu meinen regelmäßigen Hobbys.
Meine Gedichte behandeln die emotionale Auseinandersetzung mit dem sozialen Umfeld, der Gesellschaft und dem eigenen Platz darin. Dabei sind die jeweiligen Texte stark geprägt von der Lebensphase, in der ich sie schrieb.
Dies spiegelt sich unter anderem darin wieder, dass zu den begeistertsten Lesern meines ersten Gedichtsbandes “Mein schwarzes Herz” vor allem Jugendliche zwischen 14 und 18 Jahren gehören. Zwar habe ich diese Texte erst zu Beginn meines Studiums 2016 veröffentlicht, jedoch habe ich bewusst darauf verzichtet, den Texten inhaltlich, sprachlich und gestalterisch eine erwachsene Erscheinungsform zu geben. Entsprechend groß erscheint auf den ersten Blick der Sprung zu den Texten meiner zweiten Sammlung “Meine schönste Melodie”.
Bisher gibt es leider keine in Buchform veröffentlichten Romane von mir. Allerdings hoffe ich, das sich dies in naher Zukunft ändern wird.
Meine Bücher und andere Schreibprojekte könnt ihr hier finden:

Buchverkauf bei Books on Demand:
Gedichte Band 1, Gedichte Band 2
Buchverkauf bei Amazon: Gedichte Band 1 und 2
Comicprojekt mit Feuerwicht: “La Morphine Noire”
Vorgelesene Gedichte: Vorlesung C / Abend der lebenden Dichter


Weiches Herz (06.01.2018)

Weiches Herz

unfassbar
wie Schmerz
Menschen nahe bringen kann
unbegreiflich
dass wir einander
trotzdem nicht fangen
trotzdem nicht trösten
sehen und gesehen werden
wenn wir sehen
dass wir gesehen werden

Wenn ein Herz zerfließt
wird kaum jemand
es fangen
fast keiner
wird es sehen

unfassbar
wie Schmerz
uns nahe bringen kann
untröstlich
bin ich darüber
dass wir es selten erfahren

Du hast den Stein gebrochen…

(von K.s.E)

Glaskugel

Mitte dieser Woche war ich eingeladen, in einem Uniseminar des Zeicheninstituts ein Gedicht vorzutragen. Die Seminarteilnehmer sollten dann du diesem Text ein Bild entwickeln und zu Papier bringen. Herausgekommen sind viele wundervolle Werke, von denen jedes einzelne seinen eigenen Blickwinkel zu dem Gedicht ergänzt. Einige davon durfte ich fotografieren und sie hier mit euch teilen:

Spiegelglas~Glaskugel

Von: Katharina Turba

Von: Katharina Turba

Grelle Punkte
tanzen, flimmern
über ihre Oberfläche.

Beleuchten
goldene Tropfen,
eingeschmolzen
in ihrem Inneren.

Von: Marta Provenzano

Von: Marta Provenzano

Ein Blick,
in unendliche Tiefen.
Kein Sinn
für die nahe Wand.

Von: Viviane Berger

Von: Viviane Berger

Lädt ein
sich hinter ihrer Endlichkeit
unendlich
zu verirren.

Ein Diamant
aus Sternenstaub
in stiller Dunkelheit.

Fängt den Blick.
Fängt die Sinne.
Gib Acht!

Was du glaubst,
Was du denkst,
Was du bist,
wird nimmer
dir gehören.

Von: Karin Martini

Von: Karin Martini

Von: Dr. Johannes Wertz

Von: Dr. Johannes Wertz

Heb den Blick!
Heb die Sinne!
Sieh wer du bist!
Wisse, dass du lebst
und du allein
kannst sehen

in stiller Dunkelheit,
laden sie ein
dich zu verirren
zwischen den Lichtern,
zwischen den Zeiten,
zwischen dem Wissen.

Von: Christa Maria Burr

Von: Christa Maria Burr

Von: Annalena Sieß

Von: Annalena Sieß

Weil sie es besser wissen,
und glockenhell lachen
wenn ihre Lichter
grelle Punkte
über die Oberfläche
flimmern und tanzen lassen.
Verirren lassen.

Sieh, das ist!
Dein Traum.
Den du liebtest.
Den du lebtest.
Den du alle Zeit verehrtest.

Von: Anne-J. Koller

Von: Anne-J. Koller

Nun heb den Blick,
Nun heb die Sinne,
Sieh deinen Traum,
deine Kugel aus Glas.

Von: Justina Berns

Von: Justina Berns

Jetzt hältst du sie in Händen.
Eine Kugel aus Glas.
Gebunden an die Zeit.
Niemals für die Ewigkeit.
Zerbrich sie!

Vorlesung C

Hallo an alle,

Vorlesung Cvor Kurzem hatte eine Kollegin von mir die Idee, im privaten Rahmen eine Art offene Bühne zu veranstalten. Der Abend war so schön, dass ein zweiter Termin in Planung ist.
Da es für die Reihe noch keinen offiziellen Namen gibt, habe ich sie Vorlesung C getauft. Den Abend haben wir aufgenommen und die Mitschnitte meiner Beiträge werden in den nächsten Tagen unter folgendem Link auf Youtube veröffentlicht:

Vorlesung C

Viel Freude beim Anhören!
Wer Interesse hat, findet den Kanal der Initiatorin der Veranstaltung hier:

https://www.youtube.com/channel/UCS7TQ5E-6X2kFEpgjw9pClA/videos

Haus der Schmerzen – Berlin

Die Seelen der Menschen weinen
In der Trauer brechen Fassaden
In unseren Schmerzen sind wir allein
In mir ertränkt sich ein Gedanke
eine Leere erfüllt den Verstand
hinein sinkt das Leid Ohne Worte
saugt mich aus, es reicht nicht.
Tausende trauern um ihre Vergangenheit
Beten das aufhört, was geschehen ist
Wie viele tausend Jahre
die neue Generationen weinen
um dem gleich zukommen. Es reicht nicht.
Selbst wenn die Erinnerung schwindet
werden die Gräber bleiben.
Selbst wenn der Stein zerfällt,
die Betonmale brechen. Es reicht nicht.

Die Seelen der Menschen weinen.
Sie dürfen nicht aufhören.

Anmerkung: Geschrieben in der Holocaust Gedenkstätte.

Der eine Ring

Wir einander – kaum gespürt
unsre Träume – unberührt
wohin hat uns das geführt?
Gedanken wild und ungeniert
Tränen wo der Tanz regiert
fallen bis sie jemand fängt

Doch ich hab mich an dich verschenkt
hab mich in deinem Wunsch ertränkt
dich um Zärtlichkeiten und Wahrheit bedrängt
mein Blick war durch ferne Ziele beschränkt
doch du hast mich befreit

Wir dafür – noch nicht bereit
unsre Leben – so viel Zeit
und das geträumte Hochzeitskleid?
Manche Pläne zeichnen Leid
Tränen geben wir Geleit
sie wandern bis jemand sie weint

Du hat es doch nicht so gemeint
auch wenn es hoffnungslos erscheint:
der Trotz der uns noch immer eint
die Leidenschaft, die weiter keimt
und Hoffnung hat uns neu verführt

Obwohl wir uns – zu oft gespürt
sind unsre Träume unberührt
und wohin haben sie geführt?
Gedanken frei und ungeniert
doch jetzt ist alles kompliziert.

 

Im Nachrichtenzeitalter

Wir stehn in der Mitte einer Welt
die wandert mit der Zeit
Das Universum dehnt sich aus
nur wir sind noch nicht bereit.

Für Zeiten regierte das Leben die Welt.
Für viele noch heute alles was zählt.
Eine Zeit lang vielleicht, lag die Macht in der Stärke
doch im heute und jetzt, regieren Worte.

Wenig mehr als ein Satz
überzieht uns mit Terror und Schmerz
birgt Frieden als heiligen Schatz
und Tod für Stumme wie Sänger.

Hier stehen wir jeden Tag
und lesen verzweifelt im Untergang
lauschen Geschrei, mit dem es begann
doch unsere eigene Stimme verzagt.

Eine Zeit lang vielleicht, lag die Macht in der Stärke
doch die Menschheit lebt heute aufgrund starker Worte
Wir alle lesen, wir alle schreiben
und das meiste davon heimlich und leise.

Und ich erwarte nicht, dass wir kämpfen,
denn auch ich bin zu schwach
Ich flehe uns an: Erwacht! und schreit!
Lest nicht und wartet, schreibt!
Sodass alle euch sehen und verstehn.
Hören wir auf gemeinsam auf einem Schweigemarsch
ins Unverständnis zu gehn
und dabei in der Sprache der Weisheit zu flüstern.

Noch stehen wir hier, in der Mitte einer Welt
die springt in der Zeit
der Horizont wird klein und verschwinden
Sind wir bereit?

Die schönste Melodie

Geschrieben
für das Leben selbst
Verspielt
für alle Zeit

Tief im dunklen Labyrinthk-bluefinish
liegt ein Kartenspiel
Das Herz~Ass
obendrauf

Tief in Wegen
roten Herzens
ruht ein schwaches Licht
Spiegelsplitter ringsherum

Tief in grauen Nebelschwaden
liegen Vogelfedern
Ausgerissen von den Toten
Verbaut für kleine Nester

Tief in meinem stillen Geist
ruft ein fremdes Wort zu mir
Droht mit Sehnsucht
Ewigkeit
und Schutz für den Moment

Geschrieben
für das Leben selbst
Gespielt
für alle Zeit

Meine schönste Melodie

LebensZeit

Ich lese viel in BüchernNamenlosII
Ihr wisst ja,
wie das ist.
Es hält einen fest
und lässt nicht mehr los.
Lebenszeit verstreicht
und es ist schön.

Das Leben ist nicht wie in Büchern.
Dort gibt es vieles
was immer wiederkehrt.
Du weißt ja,
wie das ist.
Die über alles perfekte Liebe,
die sich um tausend Schwierigkeiten
in die Ewigkeit windet.
Der blutig tobende Krieg
in dem tausende fallen
und manchmal auch jemand
für den die Geschichte
einen Namen kennt.

Hast du schon geweint?

Mehr…

Geständnis – An nie bedachte Schönheit

Und ich kann und kann
es nicht begreifen
Wie das Leben so schön ist
dass es manchmal fast wehtut

Wenn ich Menschen verliere
und meine innere Ruhe
und manchmal meinen Stolz
ist es noch immer perfekt

Wenn man genau hinsieht
Selbst wenn es nur noch
ein „weißt du noch?“ ist
Auf das niemand mehr antwortet

Und ich kann und kann
mich nicht verstehen
wie so viele Menschen
mich mitreißen können
so sehr,
dass es manchmal fast wehtut

Auch wenn wir niemals sprechen
und ich es nie sagen darf
und manche nicht verstehen
So fühle ich…
was kein Wort wiederkennt

Und ich kann und kann
beinahe wirklich glauben:
Das Leben fühlt
– vielleicht –
genau das wohl für mich
und ich
fühle es für dich