Schreiben – Gedichte und Geschichten

Mit 14 Jahren begann ich, Gedichte und Fantasy Geschichten zu schreiben. Seitdem gehört das Schreiben zu meinen regelmäßigen Hobbys.
Meine Gedichte behandeln die emotionale Auseinandersetzung mit dem sozialen Umfeld, der Gesellschaft und dem eigenen Platz darin. Dabei sind die jeweiligen Texte stark geprägt von der Lebensphase, in der ich sie schrieb.
Dies spiegelt sich unter anderem darin wieder, dass zu den begeistertsten Lesern meines ersten Gedichtsbandes “Mein schwarzes Herz” vor allem Jugendliche zwischen 14 und 18 Jahren gehören. Zwar habe ich diese Texte erst zu Beginn meines Studiums 2016 veröffentlicht, jedoch habe ich bewusst darauf verzichtet, den Texten inhaltlich, sprachlich und gestalterisch eine erwachsene Erscheinungsform zu geben. Entsprechend groß erscheint auf den ersten Blick der Sprung zu den Texten meiner zweiten Sammlung “Meine schönste Melodie”.
Bisher gibt es leider keine in Buchform veröffentlichten Romane von mir. Allerdings hoffe ich, das sich dies in naher Zukunft ändern wird.
Meine Bücher und andere Schreibprojekte könnt ihr hier finden:

Buchverkauf bei Books on Demand: Mein schwarzes Herz (Gedichte Band 1)
Buchverkauf bei Amazon: Mein schwarzes Herz (Gedichte Band 1)
Comicprojekt mit Feuerwicht “La Morphine Noire”


Im Nachrichtenzeitalter

Wir stehn in der Mitte einer Welt
die wandert mit der Zeit
Das Universum dehnt sich aus
nur wir sind noch nicht bereit.

Für Zeiten regierte das Leben die Welt.
Für viele noch heute alles was zählt.
Eine Zeit lang vielleicht, lag die Macht in der Stärke
doch im heute und jetzt, regieren Worte.

Wenig mehr als ein Satz
überzieht uns mit Terror und Schmerz
birgt Frieden als heiligen Schatz
und Tod für Stumme wie Sänger.

Hier stehen wir jeden Tag
und lesen verzweifelt im Untergang
lauschen Geschrei, mit dem es begann
doch unsere eigene Stimme verzagt.

Eine Zeit lang vielleicht, lag die Macht in der Stärke
doch die Menschheit lebt heute aufgrund starker Worte
Wir alle lesen, wir alle schreiben
und das meiste davon heimlich und leise.

Und ich erwarte nicht, dass wir kämpfen,
denn auch ich bin zu schwach
Ich flehe uns an: Erwacht! und schreit!
Lest nicht und wartet, schreibt!
Sodass alle euch sehen und verstehn.
Hören wir auf gemeinsam auf einem Schweigemarsch
ins Unverständnis zu gehn
und dabei in der Sprache der Weisheit zu flüstern.

Noch stehen wir hier, in der Mitte einer Welt
die springt in der Zeit
der Horizont wird klein und verschwinden
Sind wir bereit?

Die schönste Melodie

Geschrieben
für das Leben selbst
Verspielt
für alle Zeit

Tief im dunklen Labyrinthk-bluefinish
liegt ein Kartenspiel
Das Herz~Ass
obendrauf

Tief in Wegen
roten Herzens
ruht ein schwaches Licht
Spiegelsplitter ringsherum

Tief in grauen Nebelschwaden
liegen Vogelfedern
Ausgerissen von den Toten
Verbaut für kleine Nester

Tief in meinem stillen Geist
ruft ein fremdes Wort zu mir
Droht mit Sehnsucht
Ewigkeit
und Schutz für den Moment

Geschrieben
für das Leben selbst
Gespielt
für alle Zeit

Meine schönste Melodie

LebensZeit

Ich lese viel in BüchernNamenlosII
Ihr wisst ja,
wie das ist.
Es hält einen fest
und lässt nicht mehr los.
Lebenszeit verstreicht
und es ist schön.

Das Leben ist nicht wie in Büchern.
Dort gibt es vieles
was immer wiederkehrt.
Du weißt ja,
wie das ist.
Die über alles perfekte Liebe,
die sich um tausend Schwierigkeiten
in die Ewigkeit windet.
Der blutig tobende Krieg
in dem tausende fallen
und manchmal auch jemand
für den die Geschichte
einen Namen kennt.

Hast du schon geweint?

Mehr…

Geständnis – An nie bedachte Schönheit

Und ich kann und kann
es nicht begreifen
Wie das Leben so schön ist
dass es manchmal fast wehtut

Wenn ich Menschen verliere
und meine innere Ruhe
und manchmal meinen Stolz
ist es noch immer perfekt

Wenn man genau hinsieht
Selbst wenn es nur noch
ein „weißt du noch?“ ist
Auf das niemand mehr antwortet

Und ich kann und kann
mich nicht verstehen
wie so viele Menschen
mich mitreißen können
so sehr,
dass es manchmal fast wehtut

Auch wenn wir niemals sprechen
und ich es nie sagen darf
und manche nicht verstehen
So fühle ich…
was kein Wort wiederkennt

Und ich kann und kann
beinahe wirklich glauben:
Das Leben fühlt
– vielleicht –
genau das wohl für mich
und ich
fühle es für dich

Verständnisschwierigkeiten

Ab heute ist mein erster vertonter Text auf Youtube zu hören. Er wurde geschrieben, nachdem ich einen Poetryslam mit teils sehr schönen und beeindruckenden Texten gehört hatte.
Auf der sprachlichen Ebene sind die “Alltägliche[n] Spiele und mangelnde[n] Verständnisschwierigkeiten” ein Gruß an eine faszinierende Eigenheit der deutschen Sprache. Inhaltlich ist der Text der fiktive Brief eines/r Jugendlichen an seine Eltern. Er erzählt implizit von der Enttäuschung der Eltern über schlechte Leistungen in der Schule. In der erwähnten Szene, endet diese Enttäuschung sogar in einer Ohrfeige. Das Kind indessen fühlt sich missverstanden und allein gelassen mit seinen ‘wirklichen’ Problemen. Infolge davon entsteht der Wunsch, sich von den Eltern abzugrenzen (bzw. von dem spezifischen Elternteil, der hier mit Du angesprochen wird).

Leseprobe III – Mein schwarzes Herz

Memento mori…not just another brick in the wall

Meine Hoffnung steht in Flammen
Meine Träume zum Verkauf

Aus Liebe
zum Vaterland
gelebt.
Nicht
aus Liebe
zum Leben
geliebt.

Worte können töten,
am Leben bleiben,
Leben erhalten.
Und vernichten doch.
nur die Wesen mit Herz. Mehr…

Leseprobe I – Mein schwarzes Herz

NachtwindNachtwind

Stell dir vor,
ein langer Flur.
prunkvoll,
Leer,
geschichte.

Stell dir vor,
die große Halle.
prächtig,
Leer,
geschichte.

Stell dir vor,
dort an der Wand,
die alte Pendeluhr.

Das Zifferblatt,
aus Diamant,
ist eingestaubt,
seit Jahren.

Ein tristes Märchenland.

Dort in der Pendelmitte,
ein herrlicher Rubin.
Doch gibt es niemals Wind,
den Staub von ihm zu wehn.

Da sieh, durch leere Säle,
still ein Schatten geht.
Sein warmer, schwarzer Atem,
durch die Gänge zieht.

Leere gänge,
Leere hallen,
er trägt Sie alle fort,
und sein warmer Atem zieht,
still durch diesen Ort.

Durch das triste Märchenland,
Sieh! er nähert sich der Uhr.
Sieh! er hebt die Flammenhand!

und stößt mit
sanften, zarten Fingern,
sacht, das schöne Pendel an…