Glaskugel

Mitte dieser Woche war ich eingeladen, in einem Uniseminar des Zeicheninstituts ein Gedicht vorzutragen. Die Seminarteilnehmer sollten dann du diesem Text ein Bild entwickeln und zu Papier bringen. Herausgekommen sind viele wundervolle Werke, von denen jedes einzelne seinen eigenen Blickwinkel zu dem Gedicht ergänzt. Einige davon durfte ich fotografieren und sie hier mit euch teilen:

Spiegelglas~Glaskugel

Von: Katharina Turba

Von: Katharina Turba

Grelle Punkte
tanzen, flimmern
über ihre Oberfläche.

Beleuchten
goldene Tropfen,
eingeschmolzen
in ihrem Inneren.

Von: Marta Provenzano

Von: Marta Provenzano

Ein Blick,
in unendliche Tiefen.
Kein Sinn
für die nahe Wand.

Von: Viviane Berger

Von: Viviane Berger

Lädt ein
sich hinter ihrer Endlichkeit
unendlich
zu verirren.

Ein Diamant
aus Sternenstaub
in stiller Dunkelheit.

Fängt den Blick.
Fängt die Sinne.
Gib Acht!

Was du glaubst,
Was du denkst,
Was du bist,
wird nimmer
dir gehören.

Von: Karin Martini

Von: Karin Martini

Von: Dr. Johannes Wertz

Von: Dr. Johannes Wertz

Heb den Blick!
Heb die Sinne!
Sieh wer du bist!
Wisse, dass du lebst
und du allein
kannst sehen

in stiller Dunkelheit,
laden sie ein
dich zu verirren
zwischen den Lichtern,
zwischen den Zeiten,
zwischen dem Wissen.

Von: Christa Maria Burr

Von: Christa Maria Burr

Von: Annalena Sieß

Von: Annalena Sieß

Weil sie es besser wissen,
und glockenhell lachen
wenn ihre Lichter
grelle Punkte
über die Oberfläche
flimmern und tanzen lassen.
Verirren lassen.

Sieh, das ist!
Dein Traum.
Den du liebtest.
Den du lebtest.
Den du alle Zeit verehrtest.

Von: Anne-J. Koller

Von: Anne-J. Koller

Nun heb den Blick,
Nun heb die Sinne,
Sieh deinen Traum,
deine Kugel aus Glas.

Von: Justina Berns

Von: Justina Berns

Jetzt hältst du sie in Händen.
Eine Kugel aus Glas.
Gebunden an die Zeit.
Niemals für die Ewigkeit.
Zerbrich sie!

Vorlesung C

Hallo an alle,

Vorlesung Cvor Kurzem hatte eine Kollegin von mir die Idee, im privaten Rahmen eine Art offene Bühne zu veranstalten. Der Abend war so schön, dass ein zweiter Termin in Planung ist.
Da es für die Reihe noch keinen offiziellen Namen gibt, habe ich sie Vorlesung C getauft. Den Abend haben wir aufgenommen und die Mitschnitte meiner Beiträge werden in den nächsten Tagen unter folgendem Link auf Youtube veröffentlicht:

Vorlesung C

Viel Freude beim Anhören!
Wer Interesse hat, findet den Kanal der Initiatorin der Veranstaltung hier:

https://www.youtube.com/channel/UCS7TQ5E-6X2kFEpgjw9pClA/videos

A Poem in (two) Colors

 

Dank Orion habe ich vor einiger Zeit meine Leidenschaft für das Mandala-Ausmalen wieder entdeckt. Nach dem ersten Gemeinschaftsprojekt dieser Art, der Metamorphosis,  folgt nun das Poem in two Colors.

Ich habe dieses Bild gezielt auch als neues Titelbild für die Seite der Texte ausgewählt.

 

 

 

 

 

 

Dieses Mandala trägt nicht umsonst das Gedicht im Namen. Die Symbolik hält in meinen Augen, was der Titel verspricht.

Wieder einmal möchte ich mich bei Orion dafür bedanken, dass ich diese Werke mit ihm und euch teilen darf und ein Wenig Werbung für seine Deviantart-Seite machen:
https://feuerwicht.deviantart.com/

Haus der Schmerzen – Berlin

Die Seelen der Menschen weinen
In der Trauer brechen Fassaden
In unseren Schmerzen sind wir allein
In mir ertränkt sich ein Gedanke
eine Leere erfüllt den Verstand
hinein sinkt das Leid Ohne Worte
saugt mich aus, es reicht nicht.
Tausende trauern um ihre Vergangenheit
Beten das aufhört, was geschehen ist
Wie viele tausend Jahre
die neue Generationen weinen
um dem gleich zukommen. Es reicht nicht.
Selbst wenn die Erinnerung schwindet
werden die Gräber bleiben.
Selbst wenn der Stein zerfällt,
die Betonmale brechen. Es reicht nicht.

Die Seelen der Menschen weinen.
Sie dürfen nicht aufhören.

Anmerkung: Geschrieben in der Holocaust Gedenkstätte.