Farblose Eisrose

Und Arroganz wird fallen
Sturmwindblüten
treiben übers Eiswasser
und der Wind
ein gehauchter Kuss
drückt den Adler zu Boden
tief hinein
in die Kälte…

Das Wasser spritzte hoch
im Licht der Ersten morgens
brach tausende von Regenbögen
und nahm zwei Farben mit
hinab.
Das Blauschwarz und das klare farblos.

Der Adler spiegelt sich darin
bis es denkt,
dass es das Höchste wär
und fliegen könnt
und das Eis wächst darüber
und der Sturmwind zieht auf…

Das stolze Tier
sieht dort am Horizont
das letzte Prisma
im Sonnenuntergang
zerspringt in tausend Blüten.

Fortgehaucht vom sanften Kuss
vermag das Eis nicht mehr zu schmelzen
kann nur verfallen
auf blauschwarzem Grund
und fallen in seine Tiefen
das Herz zu erfrieren… Und der Sturmwind
drückt den Adler
zum Boden hinab.
Weil warme Thermik
auch warmes Wasser braucht.

Erinnerung an England

1. Die endlose See
Der Wind reißt an mir,
reist mit mir.
Siehst du sie fliegen,
alle über die Unendlichkeit
in die endlose Freiheit.
Bin oft hier gewesen.
Habe Kühle unter den Fingern gespürt.
Doch dieses Mal ist es anders.
Trägt an neue Ufer.
Trägt den Teil zum neuen Leben.
Ein Anfang von vielen.

2. Der Strand aus Stein
Da ist dieses unbekannte Licht,
bedeckt von grauen Wolken.
Eine Sehnsucht,
die nach Unendlichkeit strebt.
Doch verstehen kann ich sie nicht.
Sie lebt nicht ohne zu sterben.

3. Die steinernen Begleiter
Durch graue Gassen.
Unter grauem Himmel.
Graue Wegweise.
Graue Augen.
Folgen mir.
Ein wenig Enttäuschung.
Die Freiheit, so eng.
Doch das Gold leuchtet,
an Orten,
an denen ich es niemals erwartete.

4. Der Garten in Stein
Durch das Tor aus Stein,
tritt ein mein Freund.
Sieh die Grenze die es nicht gibt.
Ein Ort aus Leben im Tod aus Stein.
Niemals will ich ihn verlassen.
Die reine Schönheit liegt vor mir.
Doch noch immer gefangen,
man will den Vogel nicht fliegen lassen.
Er sieht den Artgenossen im Wasser zu.
Das Glück liegt in Ketten aus Stein.
Es ist die reinste Schönheit.

5. Der Garten aus Licht
Hier ist die Freiheit.
Hier ist das Licht.
Alle Bedrängnis gefallen.
Hier sind die Höhepunkte von allem.
Dein ganzes Leben, hat hierauf gewartet.
Schau nicht in die Sonne,
schau auf die Freiheit.
Die offensichtlichen Dinge,
spürst du von allein.
Erinnre dich daran
und tu es nicht zu spät.

6. Die Sehnsucht
So schön, doch so allein.
Kann dein Herz
nicht mit mir reisen?
Fliegen, mit Wind
und Möwen übers Meer?
Sich setzen an
den Strand aus Stein?
Ich ließ es niemals dort allein.

Einsamer Kuss

Was passiert mit dieser Welt?
wir rennen,
so schnell wir können,
zu einem Platz,
der nie existiert.

Der Platz
eines einsamen Kusses im Dunkeln.
Wenn du eine Straße entlang gehst,
so lang,
dass deine Augen es niemals fassen können.
Das Ende.

Du hast das Gefühl verloren,
von Geist
und der Sicherheit der Seele.
Es ist wunderschön an einem Ort zu sein.
Ein Ort eines Geheimnisses
voller Sicherheit.
Niemand ist dort mit dir.

Liebe ist wie ein Himmel voller Sterne.
Deine Finger
können den Himmel berühren,
aber deine Seele
ist zu weit entfernt.

Doch gerade an diesem Platz,
mehr als irgendwo sonst,
braucht dein Herz einen Freund.
Einen Freund, der an deiner Seite steht,
der dich niemals allein lässt.

Hier,
auf der langen Straße
brauchst du einen Freund.
Für einen einsamen Kuss in der Dunkelheit.
Für einen Dunklen Kuss in der nacht.
Denn ohne ihn
können deine Augen es niemals fangen.
Das Ende.

Eingesperrt

Hier haben wir uns das letzte Mal gesehen,
Hier werden wir uns das letzte Mal sehen.
Um für immer zu beenden,
was wir für die Ewigkeit begonnen haben.

Lange war ich nicht mehr hier.
Tränen in meinen Augen,
die ich nicht weinen kann.
Und niemals weinen werde.

Trauer und Sehnsucht, Gefühle
zu real um wirklich zu sein.
Niemals mehr lieben wollen,
doch die Hoffnung kommt, wenn du sie fortschickst.

Der Himmel weint die Tränen für mich.
Durchsichtige Tropfen am blassen Himmel.
Doch mein Herz sagt mir,
dass sie aus meinem Blut gemacht sind.

Die bloße Erinnerung,
verbirgt die Schmerzen vor meinem Inneren.
Jetzt erst, verstehe ich warum.

Oh, warum will ich nicht sehen,
dass ich die Schmerzen nicht in den Verstand sperren darf?
Will ich, dass sie jemals geheilt werden…?

Eine Ankunft

In meinen Gedanken
sah ich ein Eisgerippe.
Ich bin darauf gestanden
hab es unter dem Schuh zertreten.
Zu Knochenstaub.

Was ist daraus geworden?
Nichts als Pulverschnee…
Wenn ich an meine Knochen denke…
Was wird aus ihnen werden,
wenn ich nicht mehr bin
um sie vor Fremden zu beschützen?

So geh ich Jahr für Jahr dahin.
Und unter meinen Füßen
knicken Blüten, Gräser, Blätter
bis schließlich am Ende
nur eine Fußspur bleibt.

Das Gedächtnis einer Reise,
die nur Zerstörung hinterlassen,
die niemals an ein Ende kam.
Und in den Tränen der Anderen
wächst ein kleiner Baum.