Leseprobe III – Mein schwarzes Herz

Memento mori…not just another brick in the wall

Meine Hoffnung steht in Flammen
Meine Träume zum Verkauf

Aus Liebe
zum Vaterland
gelebt.
Nicht
aus Liebe
zum Leben
geliebt.

Worte können töten,
am Leben bleiben,
Leben erhalten.
Und vernichten doch.
nur die Wesen mit Herz.

Leere Gebäude.
Zweckentfremdet,
neu aufgebaut,
sollen den Geist
alter Tage fassen,
den Schmerz
aller Menschen
bewahren.

Wahre Worte
müssen nicht erzählen.
Sie sprechen für sich selbst.
Ihre Lüge offenbahrt sich
allein
im Spiegelbild,
wenn man sie von innen sieht.

Waren die Grillen schon hier?
Um Trost zu spenden
während Stunden des Wartens
auf das Warten
auf das Ende?
Sangen sie schon,
damals?
Und warum auch nicht?

Wenn der Blick aus dem Fenster
einen Spiegel zeigt,
der endlos Spiegel spiegelt,
das Spiegelbild nichts
als Wahrheit ist,
die Wahrheit
der Ewigkeit
unendlicher Schmerzen.

Wir sprachen darüber,
dass Identität
auf Nummern
reduziert wird.

Doch jetzt,
Jahre danach,
sind sie doch
wieder nur Nummern,
wieder nur Zahlen,
weil viele Identitäten
doch nur
Masse sind.

Das ist der Ort,
an dem Menschen
gedenken.
Das sind die Dinge,
denen Menschen
gedenken.
Das ist die Art,
auf die Menschen
gedenken,
auf die Menschen
gedacht wird.

Wofür dann gelebt?
In all den Nächten?
Jemals geträumt?
von scheinbarer Freiheit?
Weil das alles
niemals wahr wird?

Kann Tod
Erlösung
und Anfang sein?
Weil das, was er beendet
des Nachdenkens nicht lohnt?

Speichere in deinen Favoriten diesen permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.


− vier = 2