Aufstehen und Zähneputzen

Möglichkeit 2) Ausgewogener Sachtext – Vorteil: Er ermöglicht eine ehrliche, vollständige und zugleich unpolarisierende Darstellung. Menschen spenden aufgrund von realen und ausgewogenen  Informationen. Problem: Es spendet niemand, weil kaum ein Mensch Lust hat, sich in seiner Freizeit mit trockenen Sachtexten zu beschäftigen. Die emotionale Ebene, das was die Spender in der Regel zum Spenden motiviert, fehlt komplett.

Möglichkeit 3) Emotionalität betonen – Vorteil: Menschen reagieren auf Emotionen und tun zudem die meisten Dinge aus dem Antrieb heraus, sich hinterher besser zu fühlen. Sehr emotionale Texte erregen Mitleid und verursachen darüber ein schlechtes Gewissen. Zwei der Hauptgründe, weshalb Menschen überhaupt für soziale Projekte spenden. Wenn man möchte kann man die Kombination der beiden Gefühle (Mitleid und schlechtes Gewissen) auch als Hauptbestandteil des ethischen Bewusstseins bezeichnen. Tatsächlich ist ein schlechtes Gewissen ja der Indikator dafür, dass unser ethisches Bewusstsein zu wenig in Entscheidungsprozesse einbezogen wird. Problem: Ein extrem von Mitleid motiviertes Spenden und auch von Mitleid motiviertes helfen vor Ort, endet schnell in einer von oben herab Haltung, in der den Menschen die Hilfe mehr aufgezwungen als angeboten wird.

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