Seminar II: Nach dem Hunger

In welcher Hektik diese Welt lebt und wie viel wir eigentlich jeden Tag erleben und erledigen, das wird einem eigentlich erst richtig bewusst, wenn man mal irgendetwas wichtiges aufarbeiten will… man will wirklich, wochenlang. Aber niemals findet man die nötig Ruhe dafür. Genau das ist es, was mir gerade passiert (ist) und was mir sehr zu denken gibt. Tatsächlich habe ich es jetzt, heute Abend endlich geschafft: Ich habe die Gedanken, die mir nach dem erwähnten Film “Hunger” kamen, nochmal durchdacht und aufgearbeitet.

Was die Wahrheit ist…

Weitblick (Foto v. K)Was wir nicht sehen, das gibt es nicht.
Wir richten die Welt und den Menschen zugrunde… und alle wissen es.
Es gibt so unendlich viele Zahlen, so viele Beispiele. Menschen, die kein Wasser haben, weil die Europäer dafür billige Rosen haben, die sie der Geliebten schenken können mit den Worten “Ich werde immer für dich sorgen”.
Menschen, die kein Wasser haben.
Aber warum davon erzählen? Alle wissen es!
Die Zahlen stehen schon seit Ewigkeiten überall im Internet, es gibt Filme, überall, wenn man nur kurz danach sucht. Der Satz kommt bekannt vor:
Wer nicht verdrängen will, kann wissen.

Jedes Mal, wenn ich mir diese Filme ansehe, sterbe ich ein winziges Stück mit den Menschen. Aber Menschen wollen leben und Verdrängen ist ein Schutzmechanismus, der sehr schnell und sehr gut funktioniert. So viel wir auch lesen, ansehen, hören… das meiste davon läuft ins Leere und verschwindet einfach.
Was wir nicht sehen, nicht direkt erleben, das ist auch nicht wichtig.
Zu Wenige haben es aufgegeben, immer auf Neue zu verdrängen und auf Ausreden gegenüber sich selbst zu bestehen. Auch ich sehe das bei mir. Auch ich muss mich oft zwingen, nicht einfach ‘weiterzumachen’ wie vorher.
Es gibt einen Grund, das hier zu schreiben… wenn es wenigstens eine Person liest und sich Gedanken darüber macht.

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