Seminar I: Orientierung

RückschauWeitblick (Foto v. K)

Zu dem Zeitpunkt, zu dem ich das hier schreibe, hat das zweite Vorbereitungsseminar ebenfalls schon stattgefunden. Was genau auf diesen beiden Seminaren passiert ist, spielt im großen und ganzen keine Rolle.
Zwar habe ich viele interesseante und eindrückliche Dinge erlebt, aber das meiste davon klingt schrecklich langweilig, wenn man es erzählt und ist einfach nur schrecklich verstörend, wenn man es erlebt.
Die Seminare sind Orte zum nachdenken. Von den, für mich wichtigsten, Gedanken werde ich euch hier erzählen.

Es braucht uns niemand (?)

Das erste Seminar war hauptsächlich dazu da, dass wir uns über alle Risiken unseres Einsatzes bewusst werden. Das bezog sich nicht nur auf uns, denn die Freiwilligendienste können unter Umständen auch für die Menschen vor Ort negative Folgen haben.

Der wichtigste Gedanke, den ich persönlich von diesem Seminar mitnahm war der, dass es sehr unwahrscheinlich ist, dass ich für die Menschen vor Ort in diesem einen Jahr dauerhaft etwas verbessern werde. Wir werden die Welt nicht in einem Jahr wesentlich besser machen. Alles was wir tun können, ist für die Menschen da zu sein… Und zu erzählen, was wir erlebt haben.
Langfristige Änderungen müssen hier beginnen. In Europa, in Amerika und ein paar anderen reichen Ländern. Und sie beginnen in der grundlegenden geistigen Einstellung der Gesellschaft und nicht in schnell ignoriertem Mitleid.

Insofern braucht man uns natürlich umso dringender.
Wir können diese Gesellschaft verändern, denn wir sind ein Teil von ihr.

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