Seminar II: Nach dem Hunger

In welcher Hektik diese Welt lebt und wie viel wir eigentlich jeden Tag erleben und erledigen, das wird einem eigentlich erst richtig bewusst, wenn man mal irgendetwas wichtiges aufarbeiten will… man will wirklich, wochenlang. Aber niemals findet man die nötig Ruhe dafür. Genau das ist es, was mir gerade passiert (ist) und was mir sehr zu denken gibt. Tatsächlich habe ich es jetzt, heute Abend endlich geschafft: Ich habe die Gedanken, die mir nach dem erwähnten Film “Hunger” kamen, nochmal durchdacht und aufgearbeitet.

Was die Wahrheit ist…

Weitblick (Foto v. K)Was wir nicht sehen, das gibt es nicht.
Wir richten die Welt und den Menschen zugrunde… und alle wissen es.
Es gibt so unendlich viele Zahlen, so viele Beispiele. Menschen, die kein Wasser haben, weil die Europäer dafür billige Rosen haben, die sie der Geliebten schenken können mit den Worten “Ich werde immer für dich sorgen”.
Menschen, die kein Wasser haben.
Aber warum davon erzählen? Alle wissen es!
Die Zahlen stehen schon seit Ewigkeiten überall im Internet, es gibt Filme, überall, wenn man nur kurz danach sucht. Der Satz kommt bekannt vor:
Wer nicht verdrängen will, kann wissen. Mehr…

Seminar II: Denkanstöße

  • Absolute Armut gibt es nicht, Armut ist immer abhängig von der Gesellschaft, der Einstellung der Gesellschaft, dem Reichtum der Gesellschaft und der Sehnsucht der betroffenen Person
  • Es gibt einen wichtigen Unterschied zwischen: Toleranz und Akzeptanz, Wertschätzung und Respekt
  • Eine Erfahrung die man mal gemacht haben sollte: Einen Mittag lang mit einem Euro und ohne Handy und Essen durch eine größere Stadt laufen.
    Interessanteste Plätze: Unter Brücken, am Bahnhof und im Rotlichtviertel
  • Sind wir für Gerechtigkeit: Irgendwie ja schon… Aber was ist das eigentlich?
    Würden wir für eine gerechte Welt unseren ganzen Reichtum aufgeben? Was gehört zu Reichtum alles dazu? Wenn wir lieber reich bleiben, macht uns das zu schlechten Menschen?
    Wo könnte man überhaupt noch einkaufen, wollte man nicht aufgrund der Ausbeutung anderer Menschen leben?
  • Filmempfehlung: Hunger (SWR)

Seminar I: Orientierung

RückschauWeitblick (Foto v. K)

Zu dem Zeitpunkt, zu dem ich das hier schreibe, hat das zweite Vorbereitungsseminar ebenfalls schon stattgefunden. Was genau auf diesen beiden Seminaren passiert ist, spielt im großen und ganzen keine Rolle.
Zwar habe ich viele interesseante und eindrückliche Dinge erlebt, aber das meiste davon klingt schrecklich langweilig, wenn man es erzählt und ist einfach nur schrecklich verstörend, wenn man es erlebt.
Die Seminare sind Orte zum nachdenken. Von den, für mich wichtigsten, Gedanken werde ich euch hier erzählen.

Es braucht uns niemand (?)

Mehr…

Warum nicht früher…

Traum''…eigentlich sollte dieser Teil meines Blogs ja als eine Art Tagebuch geführt werden.
Obwohl uns zugesichert wurde, dass dies im Ausland auf jeden Fall regelmäßig möglich sein würde, so war es doch auf den ersten beiden Vorbereitungsseminaren (die in Deutschland stattfanden!!!) zumindest eher nicht möglich. Wir saßen in einem kleinen Dorf, das nicht genug Häuser für Straßenbezeichnungen hatte… Stattdessen war einfach alles durchnummeriert.
Es gab keinenHandyempfang und noch weniger Internet.